ProblemstellungWenn die Kapazitäten bestehender Abwasserreinigungsanlagen in Papierfabriken nicht mehr ausreicht, um geforderte Grenzwerte sicher einzuhalten, werden innovative Reinigungsverfahren benötigt. Hier ist die Ozonbehandlung in der Kombination "Biologie - Ozon - Biologie" zu einem bedeutenden Verfahren geworden. Die produzierte Ozonmenge wird aber nicht kontinuierlich an die Abwasserbeschaffenheit angepasst. Unnötig hohe Betriebsmittelkosten oder überschrittene Grenzwerte können die Folge sein.Oft müssen Papierfabriken Frachtgrenzwerte einhalten. Damit auch solche Grenzwerte wirtschaftlich eingehalten werden können, ist ein Regelungskonzept anzustreben, das die tatsächlich eingeleitete CSB-Fracht den Einleitegrenzwerten bestmöglich annähert. Hauptbestandteil eines solchen Konzeptes ist die zuverlässige Prognose der im Zu- und Ablauf der ARA zu erwartenden CSB-Fracht. Es liegen bislang keine umfassenden Erfahrungen dazu vor, welche Betriebsereignisse Auswirkungen auf die der ARA zufließende CSB-Fracht haben, wie hoch die resultierenden CSB-Frachten sind und in welchem Maße sich dies im Ablauf der ARA widerspiegelt. Forschungsziel / ForschungsergebnisZiel des geplanten Forschungsvorhabens ist es, ein Regelungskonzept zu erstellen, mit dem in Papierfabriken Fracht basierte Einleitegrenzwerte sicher eingehalten werden können und das gleichzeitig die Betriebsmittelkosten von Ozonstufen minimiert. Zusätzlich soll erstmals die CSB-Fracht basierend auf Ereignissen im Werk prognostiziert werden.Es soll ein Regelungskonzept erstellt werden, das die benötigte Ozonmenge so steuern kann, dass ein Grenzwert für die 24-h-CSB-Fracht im Ablauf der nachgeschalteten biologischen Schwachlaststufe in Papierfabriken möglichst genau eingehalten wird. Des Weiteren soll die Regelung folgende Bedingungen erfülen:
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| Gefördert durch den BMWi im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung(IGF) der AiF (Projekt 15173) | ||
ProjektpartnerGFaIPapiertechnische Stiftung München Weitere InformationenS. Bierbaum, H.-M. Voigt Prognose basierte O3-Dosierung zur Einhaltung von CSB-Grenzwerten bei minimierten Betriebsmittelkosten. Forschungsbericht 2009 |
