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Dipl.-Ing. Jan Matti Lange
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Die Theorie der statistischen Mustererkennung bildet die Grundlage für eine Reihe von in der Gruppe durchgeführten Arbeiten zur Objekterkennung bzw. -identifikation. Das Ziel besteht allgemein in der Konstruktion eines Klassifikators auf der Basis von a priori Wissen und einer Stichprobe von Merkmalen (Input) und den dazugehörigen Klassenzuordnungen (Outputs). Der Klassifikator soll dann, auch für Muster, die nicht in der Stichprobe enthalten sind, die korrekte Klassenzuordnung treffen. Grundsätzlich besteht die Aufgabe immer in der Schätzung der zugrundeliegenden bedingten Dichtefunktionen der Merkmale und deren Kombination mit einer Entscheidungsfunktion. Das dabei mit einer falschen Entscheidung verbundene Risiko soll minimiert werden. Welches Verfahren jeweils zum Einsatz kommt (parametrische Schätzung, nichtparametrische Schätzung, neuronale Netze, Fuzzy Klassifikatoren etc) bzw. wie es modifiziert werden muß hängt davon ab, was a priori über den Zusammenhang zwischen Merkmalen und Klassenzuordnung als bekannt angenommen werden kann (a priori Wissen).
Wir verwenden künstliche neuronale Netze für die Lösung verschiedener Klassifikations- und Approximationsaufgaben so zum Beispiel zur Klassifikation von Objekten in einer Sortieranlage für Verpackungsmüll durch ein Intelligentes Inspektionssystem. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Entwicklung und Untersuchung von Wachstumsalgorithmen zur automatischen Strukturierung neuronaler Netze. Ziel ist es, nicht nur die Gewichte des Netzes sondern auch dessen Struktur in einem Wachstumsprozeß aus Trainingsdaten zu "erlernen". Im Rahmen des REFLEX Projektes entstand daraus das TACOMA Verfahren.
Die Anwendung von Verfahren der statistischen Mustererkennung auf Bilddaten ist ein Schwerpunkt der Applikationen. Eine wesentliche Rolle spielen dabei neben klassischen Bildverarbeitungsmethoden die Entwicklung neuartiger Operatoren zur Bildvorverarbeitung sowie adaptiven Merkmalsextraktion und Datenreduktion.
Die Verfahren zur statistischen Mustererkennung, adaptiven Merkmalsextraktion und Optimierung weisen oft eine hohe numerische Komplexität auf. Demgegenüber stehen bei Applikationen Anforderungen nach Echtzeitfähigkeit bzw. schneller Systemadaption. Die parallele Implementierung der Verfahren bildet deshalb einen weiteren Schwerpunkt meiner Tätigkeit.
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